Dienstag, 8. Dezember 2020

Alexander von Humboldts Astrolandkarte: Für Forschungsreisende kann Pluto richtig cool sein!

Alexander von Humboldt hatte ein stark besetztes 9. Haus - darum ist klar: der Mann musste in die weite Welt hinaus!
Es waren mehrjährige Forschungsreisen, die er unternahm, nach Lateinamerika, USA und Zentralasien. Und wenn man sich zu Gemüte führt, was der Mann so alles drauf hatte und erforschte, dann fragt man sich: wo sind heute solche Köpfe, gibt es die überhaupt noch?
Alexander von Humboldt, geb. 14. Sept. 1769 in Berlin, der  jüngere Bruder von Wilhelm von Humboldt, wurde zum Mitbegründer der Geographie als empirischer Wissenschaft.

Er betrieb nämlich wissenschaftliche Feldstudien in Physik, Geologie, Mineralogie, Botanik, Vegetations-Geographie, Zoologie, Klimatologie, Ozeanographie und Astronomie, außerdem in Wirtschaftsgeographie, Ethnologie, Demographie, Physiologie und Chemie. Und das, obwohl er als Kind bei seinen Erziehern zunächst den Eindruck machte, "ein eher wenig befähigter, lernunwilliger Kopf" zu sein - bis schließlich sein praktisches Talent zum Vorschein kam, er liebte es, Insekten, Steine und Pflanzen zu sammeln. Schon als Zehnjähriger entwarf er Karten zum Planetensystem und von Amerika. Und bevor er sich seinen Jugendtraum erfüllte und zum Forschungs-reisenden wurde, tat er sich im Bergbau hervor und modernisierte z.B. Abbau-verfahren von Silber, Nickel, Zinn und Eisen. 

In Venezuela auf dem Orinoco übersteht er eine 2.250 km lange Flußfahrt. Sein Begleiter, der Botaniker Aimé Bonpland, kommt in Angostura (rotes Fähnchen) einmal dem Tode nahe. Aber beide sind von unerschütterlichem Durchhaltevermögen und haben obendrein noch Glück. "Der in jungen Jahren oft kränkelnde Alexander meldet nach Hause: 

„Die Tropenwelt ist mein Element, und ich bin nie so ununterbrochen gesund gewesen als in den letzten zwei Jahren. […] Am Atabapo, wo die Wilden stets am Faulfieber leiden, widerstand meine Gesundheit unbegreiflich gut."

Man beachte den Saturn im 8. Haus (Pluto/Skorpion) der ohne Spannungsaspekte sein Sextil zum Mars genießen kann und den Eindruck erweckt,...

... gerade durch Krisen aufzuleben. Humboldt befindet sich ständig im Einzugsbereich der Saturn/MC-Linie - und durch diese Reisen wird er ja auch seinen Ruf in aller Welt und in der Nachwelt begründen. 

    „Vier Monate hindurch schliefen wir in Wäldern, umgeben von Krokodilen, Boas und Jaguaren […], nichts genießend als Reis, Ameisen, Manioc, Pisang, Orenocowasser und bisweilen Affen. […] In Guayana, wo man wegen der Mosquiten, die die Luft verfinstern, Kopf und Hände stets verdeckt haben muß, ist es fast unmöglich am Tageslicht zu schreiben; man kann die Feder nicht ruhig halten, so wütend schmerzt das Gift der Insekten. Alle unsere Arbeit mußte daher beim Feuer, in einer indianischen Hütte, vorgenommen werden, wo kein Sonnenstrahl eindringt, und in welcher man auf dem Bauche kriechen muß. Hier aber erstickt man wieder von Rauch, wenn man auch weniger von den Moskiten leidet.“

Auf der 2. Expedition fuhren Humboldt und Bonpland den Río Magdalena flussaufwärts. 
Achtung, jetzt bewegt er sich im Einflussbereich der Pluto/IC-Linie (die schwarze senkrechte Linie). Folgen wir der Linie nach Norden, dann läuft sie schon durch Kuba: dort sammelte Humboldt  bei einem Zwischenaufenthalt Material für seinen "Essai politique sur l′île de Cuba", in dem er über Sklaverei schreibt: 

„Ohne Zweifel ist die Sklaverei das größte aller Übel, welche die Menschheit gepeinigt haben, sei es, dass man den Sklaven betrachtet, wie er seiner Familie in der Heimat entrissen und in die Schiffsräume eines für den Negerhandel zugerichteten Fahrzeugs geworfen wird, oder dass man ihn als einen Teil der Herde schwarzer Menschen, die auf dem Boden der Antillen zusammengefercht wird, betrachtet...“

Weitere wichtige Orte sind Bogotá, wo seine Saturn-Linie aus Berlin direkt hinführt, und weiter südlich in Quito/Ecuador, wo sich die Saturn-Linie und die Pluto/IC-Linie direkt kreuzen. Also ist hier wieder die Entsprechung von Saturn in 8 bzw. Saturn/Pluto.
Pluto ist all das, was sich unter der Erde befindet, die verborgenen Schätze, und so wundern wir uns nicht, wenn wir von Silber- und Goldgruben lesen, von Vulkanen und Erdbeben. Und von Extremerfahrungen, die den Gott der Unterwelt, Pluto, immer begleiten.


   „Unsere Magdalena-Reise bildete eine schreckliche Tragödie; von den zwanzig dunklen Ruderknechten ließen wir acht auf dem Wege zurück, ebensoviel langten gleich und mit stinkenden Geschwüren in Honda an.“

Nach viertägigem steilen Aufstieg erreichten sie die Anden-Hochebene und konnten in Bogotá in regen wissenschaftlichen Austausch mit dem sie aufwendig empfangenden Botaniker José Mutis treten. Für den spanischen Vizekönig erstellte Humboldt unter anderem ein Gutachten über die Silbergruben und die Goldproduktion Kolumbiens.

Die Fortsetzung des Weges über die Anden gestaltete sich äußerst beschwerlich:

    Dicke Wälder liegen zwischen Morästen; die Maultiere sinken bis auf den halben Leib ein; und man muß durch so tiefe und enge Schlüchte (heute würden wir Schluchten sagen, aber Schlüchte gefällt mir auch gut, Anmerkung von mir :-), daß man in Stollen eines Bergwerks zu kommen glaubt. Auch sind die Wege mit den Knochen der Maultiere bepflastert, die hier vor Kälte oder Mattigkeit umfielen.“

Um von Bogotá nach Quito zu gelangen, benötigten die Reisenden vom 19. September 1801 – mit einem Zwischenaufenthalt in Popayán – bis zum 6. Januar 1802.

Zum Forschungsschwerpunkt wurden nun neuerlich Vulkane in einem Gebiet Ecuadors.

Den Pichincha bestieg Humboldt nach einem ersten abgebrochenen Versuch gleich zweimal, zuletzt begleitet von einem heftigen Erdbeben, dessen Stöße er sorgfältig protokollierte. Trotz der Unzulänglichkeiten von Schuhwerk, Bekleidung und Ausrüstung gelangten Humboldt und Bonpland am 23. Juni 1802 bei der Besteigung des Chimborazo (6263 Meter) fast bis zum Gipfel, mussten aber wegen einer unpassierbaren Felsspalte 400 bis 800 Meter unterhalb des Kraters umkehren.

Gleichwohl blieb dies auf 30 Jahre ein Höhenweltrekord für Bergsteiger. Dabei litten sie unter den Symptomen der Höhenkrankheit: Schwindel und Brechreiz, Blutungen aus Lippen und Zahnfleisch.... weiterlesen auf wikipedia

Und spannend geht es weiter: Von der Pluto/IC-Linie will er offenbar nicht lassen. Denn die ... 


Dienstag, 18. August 2020

Neues vom "Kini": König Ludwig II. von Bayern und seine Astrolandkarte

König Ludwig II. von Bayern ist vor allem deshalb eine Legende geworden, weil er die berühmten Märchenschlösser hat bauen lassen. Es hat mich mal interessiert, welche Planetenkräfte ihn die Orte aussuchen ließen. Und das ist schon interessant: Schloß Herrenchiemsee steht völlig exakt auf seiner Pluto-Linie (rechts, oranges Fähnchen). Und Schloß Neuschwanstein steht absolut exakt auf seiner Lilith-Linie, ebenso sein Todesort am Starnberger See.
Beide Planeten haben einen dunklen und schicksalhaften Beigeschmack, nichts Leichtes wie die schönheitsliebende Venus. Pluto ist Machtentfaltung, allem Gewöhnlichen wird getrotzt. Das Leben macht eine Wende ins Wunderbare. Auch tiefe Wandlungsprozesse, Erfahrungen mit Tod und Trauma ereignen sich mitunter auf Pluto-Linien. Lilith im 1. Haus: Im ersten Haus geht es um das "In Erscheinung Treten", "ich will meinen Platz einnehmen. Da Lilith im Krebs steht, vollzieht sich dieses In Erscheinung Treten auf dem Feld des 4. Hauses, das ist kurz gesagt, die Immobilie (naja, so ein Schlössle is halt auch nur eine Immobilie). Viele Künstler haben ihren Schwarzen Mond, also die Lilith, in ihren Werken demonstrativ umgesetzt. Und man findet diese Stellung auch oft bei Homosexuallen, Transsexuellen oder Transvestiten. Und ja - Der König liebte Männer, lebte aber seine Homosexualität immer mit großem Leid, sowohl aus Gründen des Charakters als auch wegen der Schwierigkeiten, die ein solcher Zustand zu dieser Zeit bedeutete. Schloss Neuschwanstein (ganz links, gelbes Fähnchen) wurde zur Zuflucht des König Ludwig II. Dieses Schloss im Allgäu war sein letzter Aufenthaltsort, ehe man ihn nach Schloss Berg am Starnberger See (rotes Fähnchen, nahe München) brachte, wo er kurz darauf auf mysteriöse Weise ums Leben kam. Wenn man sich die biblische Geschichte von Lilith, der ersten Frau Adams, anguckt, die war auch ganz schön mysteriös. 1873 erwarb König Ludwig II. von Bayern die Herreninsel als Standort für sein Neues Schloss Herrenchiemsee. Als Abbild von Versailles sollte dieses Schloss ein "Tempel des Ruhmes" für König Ludwig XIV. von Frankreich werden, den der bayerische Monarch grenzenlos verehrte. (https://www.herrenchiemsee.de/deutsch/n_schloss/index.htm)
Ludwig II. König von Bayern (geb. 25. August 1845 auf Schloss Nymphenburg, München, gestorben 13. Juni 1886 im Würmsee, heute Starnberger See, bei Schloss Berg), Der Wittelsbacher war vom 10. März 1864 bis zu seinem Tod König von Bayern.

Montag, 22. Juni 2020

Die Astrolandkarte von George Orwell - Der Roman "1984" entstand auf der Mondknoten-Linie

Als ich in meiner Schulzeit das berühmte Buch von George Orwell "1984" las, galt das als Science Fiction: ein totalitärer Überwachungsstaat in Reinkultur. 

Der Protagonist Winston Smith ist im „Ministerium für Wahrheit“ in London beschäftigt und hat die Aufgabe, alte Zeitungsberichte und somit das vergangene Geschichtsbild fortlaufend an die gerade herrschende Parteilinie anzupassen. Obwohl er zur „Äußeren Partei“ gehört, lehnt Smith das totalitäre System ab und führt heimlich Tagebuch über seine verbotenen Gefühle. Er schließt sich einer Untergrundbewegung an. Als es herauskommt, wird er im "Ministerium für Liebe" gefoltert. Der "Große Bruder" lässt nicht mit sich spaßen.
Nun sind wir in Zeiten von Corona-App, von 5G-Technologie und Smart-Cities schon mitten drin in einer Realität, die wir früher wohl nie für möglich gehalten hätten; George Orwell lässt grüßen!
Ich habe mir mal die Astrolandkarte von George Orwell angeschaut. Das Spannende daran: er ist ja in Indien geboeren, in Motihari, und zwar am 25. Juni 1903 als Arthur Eric Blair.

Sein Vater war Kolonialbeamter des Indian Civil Service, dem die Kontrolle des legalen Opiumhandels mit China oblag. Klingt abenteuerlich.

Das ist natürlich spannend - wie mag sich das wohl auf der Astrolandkarte niederschlagen, wenn jemand in einem fernen Land auf die Welt kam und dann aber in England gelebt und gewirkt hat?

Aha! Da ist in England ja rein gar keine Planetenlinie zu erkennen. Zuerst wunderte ich mich darüber, aber als ich auf wikipedia nachlas, dass er ja schon als Baby, im Alter von 1 Jahr, mit der Mutter und der Schwester nach England umzog, machte ich ein Relokationshoroskop auf den Ort 
Henley-on-Thames. Dort ließen sie sich nämlich nieder und dort verbrachte George Orwell seine Kindheit. Und siehe da - jetzt wird die Sache schon nachvollziehbarer. Nehmen wir nur einige wenige Linien als Beispiel heraus:



Orwell hat in Eton studiert, wohin auch passenderweise seine Merkur-Linie verläuft. (Pfeil nahe London zeigt auf das rote Fähnchen).
Und eine wichtige Rolle in seinem Leben spielte auch der Spanische Bürgerkrieg, wo er - als Adelssproß - seiner sozialistischen, republikanischen Gesinnung gefolgt ist und wie auch andere Dichter, etwa Ernest Hemingway, zu den Waffen gegriffen hat. Orwells Mars steht in Waage und kämpft für Gerechtigkeit. Er war ja auch in Burma ein paar Jahre im Polizeidienst ausgebildet worden, kannte sich also im Kämpfen und Handhaben von Waffen aus.
Nach Barcelona führt seine Jupiter-Linie. In seinem indischen Horoskop regiert Jupiter sein Haus 4; er kommt ja aus der gut situierten Oberklasse. Aber in England regiert Jupiter Haus 6, alltägliche Routine. Auf Linien des 6.Haus-Herrschers kann man sich meist gut anpassen und einfügen. Er dürfte sich mit den spanischen Bauern und den Kampfgenossen wohl gefühlt haben. Und er hat dort auch Berichte geschrieben.


Später war er Kriegskorrespondent und lebte eine Zeit lang in Köln - dort hatte er die Jupiter/MC-Linie. Das Schreiben mit dem weiten Blick war ja seine Berufung.

Seinen Roman aber schrieb er in der Einsamkeit der Insel Jura auf den Hebriden, die westlich von Schottland liegen. Da lebte er - ganz gegensätzlich zu seinem Helden Winston Smith - ohne Strom und Telefon in einem verlassenen Farmhaus - um ihn herum, Moor, Heide, Torf. 

Gesundheitlich brachte ihm das kein Glück, denn das Haus war teilweise baufällig und nur schwer zu heizen mit dem Torf. Das machte seine Lungen krank und er kam nach Glasgow ins Krankenhaus. Monatelang musste er still liegen, kam aber dann in das Haus zurück und stellte sein Manuskript fertig. Ein langes Leben hatte Orwell dennoch nicht, er starb mit 47.

Die Insel Jura auf den Hebriden liegt genau auf seiner Mondknoten-Linie und auch die Mars-Linie ist in Reichweite. Mondknoten-Linien bringen uns in Kontakt mit unserer karmischen Aufgabe für dieses Leben. Mit dem Mondknoten in Waage hatte sich Orwell zur Aufgabe gemacht, ein wachsendes Bewusstsein für die Bedürfnisse Anderer zu entwickeln. Den Krieger hatte er schon in Vorleben gelernt, denn der Südknoten steht im Widder. Daher war es ihm wohl auch vertraut, zu kämpfen und mit Waffen umzugehen. Nun ging es darum, den Krieger einzusetzen für das Wohl der Menschheit. Da aber auch die Mars-Linie nahe ist, und Mars das 11. Haus anschneidet, sind hier wiederum die Menschheitsideale sein Thema. Und Mars als alter Herrscher des Skorpion ist im 5. Haus eingeschlossen. Daher ist Mars auch der Planet, der seine Kreativität antreibt. Die Eingeschlossenheit passt wohl gut zu der abgeschiedenen Location im Farmhaus Barnhill. Mit 5 Planeten in seinem Haus 12 (des auf England relozierten Horoskops)wundert es dann auch nicht mehr, dass er mit dem Blick eines Sehers seine Zukunft und unsere Gegenwart beschreiben konnte.

Freitag, 22. November 2019

Arzt und Astrologe: Paracelsus und seine Astrolandkarte

Theophrastus Bombastus von Hohenheim
alias PARACELSUS, der berühmte Doktor aus Einsiedeln in der Schweiz,
feierte am 10. November 2019 seinen
(Achtung Kopfrechnen: 2019 minus 1493 =) 

526. Geburtstag.
Lang gelebt hat er ja nicht, nur 47 Jahre, aber darin war mehr enthalten als bei manchem in 90 Lebensjahren...




Zuerst mal: wie können wir von Paracelsus, der so lange tot ist, die genaue Geburtszeit wissen?
Gar nicht - aber von Astrologin Lois Rodden und ihrer renommierten Datenbank entnehme ich das Datum vom 19. November (gregorianischer Kalender) 1493, daher julianisch: 10. November.

Wie sich die Uhrzeit, 10:23 Uhr, erklärt, weiß ich nicht - vielleicht hat Paracelsus selbst Angaben gemacht, die Zeit von der Mutter erfahren? Immerhin war er ja nicht nur Arzt, sondern auch sternenkundig.
Das Rating in der Astrodatenbank bezüglich Verlässlichkeit der Angaben ist nur ein XX - mit der Erklärung: "Data without a known or confirmed date. Historic figures or certain current news figures may be of interest even with speculative birth dates."
Ich habe die Astrolandkarte damit getestet und ich komme zu dem Ergebnis, dass diese Angaben sehr viel Sinn machen, ganz besonders wegen der Mars-Linie...

Mars steht in Paracelsus' 1. Haus, und in der ErhöhungSaturn und (der damals noch nicht entdeckte) Pluto stehen in ihrem Domizil. Wenn die "Übeltäter" in guten Würden stehen, dann sind sie nicht so "übel", sondern tun ihr Bestes auf ihrem Sektor. Ein Mars im Steinbock ist ein harter Arbeiter mit unglaublichem Durchhaltevermögen. Von sich selber sagt Paracelsus:
"Von der Natur bin ich nicht subtil (fein und zart) gesponnen, ist auch nicht meines Landes Art, dass man was mit Seidenspinnen erlange..."
Er soll ja äußerlich eher hässlich gewesen sein und nur 1.50 m groß. Auch dem Alkohol dürfte er stark zugesprochen haben, was man so liest. Ich kannte mal einen großartigen Geigenbauer, der immer gesagt hat, der Alkohol ist bei ihm keine Droge, sondern Treibstoff. Vielleicht war's bei Paracelsus auch so, wer weiß das schon!

Er zieht rastlos durch viele Länder, reist nach Schweden, Ungarn, Spanien, Portugal und in den Orient. Er darf von sich sagen:

"Ich bin der Kunst nachgegangen mit Gefahr meines Lebens und habe mich nicht geschämt, von Landfahrern, Nachrichtern und Scherern zu lernen. Meine Lehre ward probiert, schärfer denn das Silber, in Armut, Ängsten, Kriegen und Nöten."

Was von den alten Arzt-Autoritäten wie Galen und Avicenna überliefert ist, hat für ihn keinen Wert. So liest man in der Kurzbiografie der Ärztin und Forscherin Karola Hinsche "Paracelsus, Arzt & Philosoph": Den Zeitgenossen ist dieser Forschertrieb unheimlich... Paracelsus aber hat unmittelbar aus der Natur sein tiefstes Wissen erfahren. Dieses Erfahren bedeutet für ihn im ursprünglichen Sinne des Wortes ein Erfahren, ein Durchfahren, Landfahren, bedeutet: Wanderschaft!"


Eine schöne Beschreibung von Merkur, dem Lern- und Bewegungsplaneten im Skorpion



Einerseits war Paracelsus 
mit seiner genauen Beobachtung ein Wegbereiter der modernen Schulmedizin sowie auch ein Pionier der modernen Homöopathie und Naturheilkunde.
Andererseits spielte die Astrologie für ihn eine Schlüsselrolle, sie galt ihm als Königin der Wissenschaften: das "Licht der Natur" entstamme ursprünglich dem Gestirn war er gewiss; und "ohne die astronomia mag kein kunst wol volendet werden." 



Das Wesen einer Arznei sah er im Siderischen (d.h. in den Sternenkräften) begründet. Grundsätzlich erkranke der Mensch am Gestirn und werde ebenso geheilt durch das Gestirn. 

(https://www.astro.com/astrowiki/de/Paracelsus)


1517 begleitet Paracelsus das niederländische  Heer als Wundarzt und sammelt so auch zwischen Hellebarden und Armbrüsten, Musketen und Kanonen, Erfahrung, "Experientz", wie er es nennt. "Vierzigerlei Leibkrankheiten erforscht und bekämpft er mit gutem Erfolg. Was bisher nur den verachteten Badern überlassen war, das Schneiden und Ausbrennen der Wunden, das macht er alles selbst ... Er begreift den Leib als lebendiges Ganzes. Daher versucht er auch die gestörten Kräfte auch von innen her wieder in die rechte Ordnung zu bringen. Den Dünkel und Hochmut der Ärzte, die sich auf den Universitäten in gepflegtem Humanisten-Latein ergehen und sich die Finger nicht schmutzig machen, verachtet er:


"Wo der gelehrte Arzt "nicht ein Chirurgus dazu ist, so steht er da wie ein ölgötz, der nichts ist als ein gemalter affe


http://derblaueritter.de/paracelsus-arzt-philosoph-teil-2-wandern-forschen/


Die Astrolandkarte von Paracelsus


Durch Ferrara in Italien - der Pfeil zeigt auf das rote Fähnchen - führt direkt seine Chiron/IC-Linie. Chiron, der verwundete Heiler, oft prominent gestellt bei Ärzten und Heilern, steht tatsächlich bei ihm am IC, der Vater war schon ein Arzt und führte ihn in die Wissenschaft ein. In Ferrara erlangte er seine Doktorwürde.

Astrein geht seine Mars-Linie durch Basel, wo er sich richtig gezofft hat und nicht bloß einmal.
An der Universität legte er sich mit dem Lehrkörper an, weil er sich weigerte, die Statuten zu beschwören; seine Vorlesungen hielt er - erstmals in der Geschichte - in Deutsch: "Mein Vorhaben ist hier zu erklären, was ein Artzt sein soll und das auf teutsch, damit das allgemein bekannt werde."


Auch die Apotheker brachte er gegen sich auf, weil er sie stärker kontrollieren wollte.
Übel beschimpft wurde er, als sein prominentester Patient Froben starb, durch ein öffentlich angeschlagenes Pamphlet-  heute ginge vermutlich ein shitstorm durch die sozialen Medien.
Und am St. Johannistag 1527 wirft er die "Summe der Bücher", ein bekanntes überholtes Handbuch der Schulmediziner ins Feuer, "auf dass alles Unglück mit dem Rauch in die Luft gang."

Als dann auch noch ein Patient, den er sehr erfolgreich behandelte, nur einen kleinen Teil seines hohen Honorars bezahlte, ging er vor den Kadi. Und als er nicht Recht bekam, beschimpfte er das Gericht. Aus Angst vor den Folgen floh er aus Basel und verletzte damit auch noch seinen Vertrag als Stadtarzt. Von Colmar aus bemühte er sich um seine Rückkehr, aber vergeblich.

Zu viel für die Basler...!

"Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift. Allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist."
*

Freitag, 15. November 2019

Stundenhoroskop: Mein Mann wurde gekündigt - findet er bald wieder eine Anstellung?


Die Fragerin ist durch den Steinbock-Aszendenten bzw. dessen Regent Saturn dargestellt. Saturn steht im Domizil, ist daher stark, wird jedoch durch 2 Umstände geschwächt, nämlich...


Fragehoroskop: Wird mein Mann bald eine neue Anstellung finden?


...dass Saturn rückläufig ist und im 12. Haus steht. Eine dritte Schwächung wird dadurch angezeigt, dass sie, also Saturn, sich gerade aus der Verbindung zum absteigenden Mondknoten löst. Also man sieht, dass der Zustand an ihr zehrt. 
Andererseits ist ihre emotionale Seite, durch Mond im Stier, angezeigt, recht stark, nämlich in der Erhöhung. Der Mond hat aber auch gerade eine "Überraschung" erlebt, da er kürzlich eine Begegnung mit dem Umstürzler Uranus hatte. - 

Wie steht es denn jetzt um den Mann? Aha - ich war zu voreilig mit der Vergabe des Mondes an die Frau als Nebensignifikator. Denn der Mond gehört dem Mann, er ist Herr 7, also vergiss, was ich gerade über den Mond der Frau sagte: der Mann ist in der Erhöhung des Stier, also ihm geht es eigentlich super, trotz der erlebten Veränderung. Und er ist guten Mutes. Außerdem ist der Mond in Haus 3 in seinem Haus der Freude, was seine Situation nochmals verbessert. Er ist in diesem beweglichen Zwillings-Haus und macht viele Kontakte, dabei immer ans Geld denkend (Stier).
So - jetzt suchen wir nach einem neuen Job. Dieser ist Herr 10, also Mars, da wir ja die alten Herrscher nehmen. Mars steht in Löwe im 7. Haus, welches ja das 1. Haus des Ehemannes ist. Also man kann fast sagen, der Job kommt zu ihm. Und auch ein Aspekt ist vorhanden, denn der Mond wird per Quadrat mit Mars in eine Verbindung treten. Da Mars im Löwen in der Triplizität steht, was keine top Würde ist, aber immerhin eine akzeptable Würde, konnte ich der Frau sagen, dass sie entspannen soll, ihr Mann wird sicher eine Arbeit finden, und im Übrigen sieht er selber die Sache sogar wesentlich gelassener als sie. Das hat sie dann auch beruhigt. 

Auffallend ist auch noch der rückläufige Merkur, der Haus 8 regiert, also das Geld des Ehemannes, und der sich gerade von Venus gelöst hat; Venus ist Herr 4, aber sie ist einfach auch der natürliche Herrscher für Geld. Das beschreibt wohl die Situation, dass die Finanzen eben gerade eine Pause machen, sozusagen.
Der Rat an die Frau war: Vertrauen Sie! Seien sich Ihrer Stärke bewusst (Saturn im Domizil) und nehmen Sie sich ein Beispiel an Ihrem Mann, der das ganz entspannt und optimistisch sieht. Das konnte sie dankbar annehmen.

Die Kündigung wurde im Juli ausgesprochen, dann hatte der Mann aber noch eine Frist, innerhalb der er Gehalt bezog.

Vor etwa 2 Wochen erhielt ich dann die Nachricht von seiner Frau, dass er tatsächlich einen Job angetreten hatte. Sie war sehr froh.

Sonntag, 29. September 2019

Stundenhoroskop: Kann ich etwas tun, damit ich den Job bekomme?



Frage: 

Ein Mann, der in einer großen Bank eine Management-Position einnimmt, hat davon gehört, dass in einer anderen "Division" (Banksektor) eine Position frei wird, die ihn reizt, weil sie mit Auslandsreisen verbunden ist und weil ihm seine jetzige Tätigkeit schon etwas langweilig ist, da er sie routiniert beherrscht. Er weiß aber gar nicht, ob er überhaupt Chancen hat, zu einem Bewerbungsgespräch zu gelangen.


Meine Antwort:



Es gibt eine Regel in der Stunden-Astrologie und die besagt, wenn der Aszendent auf den ersten 3 Graden eines Zeichens steht, kommt die Frage zu früh, und wenn er auf den letzten 3 Graden steht, kommt die Frage zu spät und die Sache "ist schon gelaufen". Das letzte wäre hier der Fall,weil der Aszendent auf 29°25 steht. 

Also könnte ich gleich hier mit der Deutung aufhören und die Frage mit NEIN beantworten. Aber...

...als Astrologe ist man eben neugierig und will wissen, ob das restliche Horoskop diese Aussage bestätigt.

Der Frager ist Venus, weil ja der Aszendent (AC) eben gerade noch in Waage steht und die Waage von Venus regiert wird. Gegenüber finden wir seine Konkurrenten, die sind Mars (Regent des Deszendenten), und Mars steht im 10. Haus, (Beruf/Karriere). Der Frager selbst steht aber noch im 9. Haus - 9. Haus ist zuständig für Ausland und Reisen, und das ist es ja, was ihn reizt. 

Das ist schon mal die Widerspiegelung der Frage und ein Hinweis, wo die Tendenz hingeht, nämlich dass die Konkurrenz schon den Job "hat" oder scharf drauf ist.

Von der Qualifikation ist der Frager den Konkurrenten ebenbürtig, Venus steht im Krebs in der Triplizität, Mars im Löwen ist ebenfalls in der Triplizität, das ist eine ganz passable Würde (gilt jetzt nur in Bezug auf DIESE gestellte Frage, ich bin sicher,
der Frager ist mehr als passabel in seinem Job, nämlich ausgezeichnet!)

Die Venus steht auf den letzten Graden, nämlich 28° Grad und bildet keinen Aspekt mehr zu einem anderen Planeten,
somit sagt man, in der Frage bleibt es, wie es ist. Also der Frager und der Job machen keinen Aspekt zueinander.

Auch einen Spiegelpunkt von Venus zum Job (Sonne) gibt es nicht. Interessanterweise gibt es aber auch keinen Aspekt von der Konkurrenz zum Job?? Darauf kann ich mir jetzt gerade keinen Reim machen. Zwar halten sie sich im gleichen Zeichen auf. Aber bevor die Sonne den Mars im Löwen erreicht, verlässt er das Zeichen. Kann es sein, dass der Job überhaupt unbesetzt bleibt???
(Oder habe ich da überinterpretiert? Denn die Frage hat ja nur gelautet, ob der Frager den Job bekommt und das Horoskop ist da oft ganz streng!)

Der Job selber ist die Sonne, und diese steht im Domizil. Es ist also ein sehr sehr guter Job, er hat die beste Würde, die es gibt.
Die Konkurrenten, im Löwen stehend, "empfangen" die Sonne somit auch in deren Domizil, d.h. sie lieben ihn.

Der Frager steht im Krebs und empfängt die Sonne peregrin, fremd, d.h. Er weiß nicht so recht...ob er ihn wollen soll; wie er es mir auch beschrieben hatte. Umgekehrt gefragt: Will der Job ihn? Oder anders ausgedrückt: ist der Job gut für ihn? Sonne "empfängt" ihn, also Venus im Löwen auch peregrin, er, der Job, ist ebenso unentschlossen, während er seine Kollegen bzw. Konkurrenten etwas
besser "empfängt", nämlich in der Triplizität.

Also es sieht mir offen gesagt, nicht so aus, als ob das für den Frager der Hit wäre, und es wird vermutlich auch nicht klappen.

Ein weiterer Negativhinweis ist der rückläufige Merkur.

Sein Mond, der als Nebensignifikator die emotionale Seite der Frage beleuchtet, steht im Stier und zeigt an, dass es um Materielles geht, um Geld und Sicherheit. Im 7. Haus ist seine emotionale Seite bei den Kollegen /Konkurrenten, ich weiß nicht, welchen Reim er sich drauf macht, aber vielleicht beschäftigt es ihn mehr als sonst, wer ihm den Job streitig machen könnte. 

Sein Mond macht ein Sextil zum rückläufigen Merkur. Da Merkur ja der Kommunikationsplanet
ist, kommt es vielleicht doch zu einem Gespräch mit den Oberen, aber da der eben rückläufig ist und auch peregrin steht,
und in einem fallenden Haus, ist die Gesprächssituation, so sie überhaupt zustande kommt, nicht, nicht so optimal. 

Hätte er mir die Frage nur etwas später gestellt, dann wäre schon der Aszendent in einem anderen Zeichen und auch
die Venus im Löwen... aber er hat sie mir eben nicht später gestellt, sondern gerade da, das ist eben der Witz...

Also das Horoskop bringt zum Ausdruck, dass es nicht klappen wird.

Kurze Zeit später hat mir der Frager das Ergebnis bestätigt. Es kam nicht einmal zu einem Gespräch.

Montag, 16. September 2019

Saturn - Pluto: Wenn am Himmel die Hölle los ist!


Wenn am Himmel die Hölle los ist!
oder
Ein kosmischer Showdown der Extra-Klasse


Von Christine Herner
(Artikel im KURIER, erschienen am 07.09.2019)

Im Jänner 2020 wird ein unvergessliches Meeting am Himmel stattfinden: Saturn trifft Pluto im Zeichen Steinbock. Sind Sie astrologischer Laie? Dann klingt das vielleicht für Sie wie: Trump trifft Putin in Helsinki - immerhin haben wir es mit mächtigen Gestalten der antiken Götterwelt zu tun. Der Unterschied ist nur der: Saturn und Pluto handeln in höherem Auftrag! Sie zeigen den Neubeginn einer Ära an, deren Schatten wir schon seit längerem im Voraus spüren. Was genau erwartet uns denn nun unter dieser planetaren Konstellation? Wenn Sie das interessiert – und es interessiert Sie bestimmt, ... (unten weiterlesen) 




...dann kommen Sie doch zum diesjährigen Astrologen-Tag.

Seit Jahrtausenden haben Sterndeuter die Sprache des Kosmos übersetzt, die Astrologie hat viele Weltbilder kommen und gehen sehen und hat alle diese überdauert. Doch hat auch sie immer wieder Stirb-und Werde-Prozesse durchlebt und ist selbst ein gutes Beispiel für den Satz des Griechen Heraklit: Nichts ist so beständig wie der Wandel; die Astrologie eines Vettius Valens aus dem 2. Jahrhundert war etwas völlig Anderes als die psychologische Astrologie von heute. 

Aus dieser zeitgemässen Warte werden am Tag der Astrologie zwei hochkarätige „Dolmetscher der Sternensprache“ uns die anspruchsvollen Himmels-Aktivitäten verständlich machen: 
Dr. Christoph Mende, Arbeits- und Organisationspsychologe und Astrologe, sowie Markus Jehle, Diplompsychologe und Leiter des astrologischen Ausbildungszentrums Berlin. „Wenn Saturn höchstpersönlich, in seinem eigenen Zeichen weilt und mit Pluto zusammentrifft, zeichnet sich ein Showdown der Extraklasse ab“, sagt Jehle. Einen Vorgeschmack erhielten wir übrigens bereits 2008 beim Finanzcrash, damals betrat Pluto das Zeichen Steinbock, in dem Saturn die Regentschaft hat. Nach Kaffeekränzchen klingt das ja nicht gerade, aber es sei vorab verraten, dass es für jedes Leiden auch ein Heilmittel gibt, auch wenn es manchmal bitter schmeckt.
Haben Sie nicht auch den Eindruck, das Leben geht geradeaus wie eine Autobahn, mal mit Stau, mal  mit freier Fahrt? Der Eindruck trügt, tatsächlich folgt die Zeit einer Kreisbewegung! Und einige Planeten kreisen so langsam um den Tierkreis, dass wir es gar nicht mitbekommen. Pluto braucht satte 248 Jahre für die Runde durch die 12 Zeichen, Neptun braucht 165 Jahre, Uranus 84 Jahre, Saturn 29 Jahre. Bewusst wahrnehmbar ist für uns ist eigentlich nur der Zyklus der Sonne durch die Jahreszeiten und der Mondzyklus. Das war’s dann auch schon.

Saturn und Pluto treffen also etwa alle 38 Jahre an irgendeinem Punkt des Tierkreises zusammen. Das war zuletzt 1982 im Zeichen Waage, als Kohl Kanzler wurde, Reagan Präsident war und die NATO-Gipfelkonferenz erstmals in Bonn stattfand. 350.000 Menschen demonstrierten damals gegen Reagan und die Atompolitik. In der Mitte des Zyklus, als beide Planeten eine 180°-Opposition bildeten, erlebten wir den Schock von 9/11. 
Interessant, dass 1931, als Saturn ebenfalls in einer Opposition zu Pluto stand, das Empire State Building als höchstes Gebäude der Welt eröffnet wurde. Wann aber fand zuletzt die Konjunktion beider Planeten im Steinbock statt? Da müssen wir sehr weit zurückgehen, das ist exakt 502 Jahre her. Einen Monat bevor sie exakt wurde, ging Luther mit seinen 95 Thesen an die Öffentlichkeit und legte damit einen Grundstein für Veränderungen in der Welt, die noch heute wirksam sind.

wikipedia: Saturn verschlingt seinen Sohn (Rubens, 1636)


Sehen wir uns die Symbolik einmal an: Saturn (griech. Kronos) ist der „Herr der Zeit“. Überall da, wo er in unserem Geburtshoroskop steht, also in welchem der 12 Häuser, (die von der exakten Geburtszeit und dem Geburtsort bestimmt werden), dort sind wir mit Begrenzungen und Hürden konfrontiert. Der Sinn und Zweck: er weist uns darauf hin, dass wir soziale Wesen und nicht allein auf der Welt sind. Und weil er als Lehrmeister unter den Planeten gern maßregelt, fühlt es sich nicht immer angenehm an. Trotzdem macht Sinn, was er tut, sonst würde jupiter-haft unmäßiges Wachstum wahren Erfolg zunichte machen. Merken wir uns: Saturn konzentriert aufs Wesentliche und korrigiert falsche Tendenzen. Alles, was kein gutes Fundament hat, endet. Punkt. Übertragen auf die weltlich-politische Ebene ist Saturn der Planet für Autoritäten, Regierungen, Banken, Konzerne, da sie es ja sind, die die Regeln und Gesetze festlegen. Nur logisch, dass es bei diesen zu Problemen kommt, wenn sich Pluto mit seinen unmäßigen Machtansprüchen dazu gesellt. 
Pluto (Hades):  König über die Toten und die unterirdischen Gefilde

Der wiederum, man kennt ihn als  Gott der Unterwelt mit dem Höllenhund Zerberus an der Leine – wirkt nicht gerade wie jemand, mit dem man mal gern ein Bier trinken möchte. Pluto will das Totale, ist radikal, fanatisch,  mißbraucht Macht und geht auch über Leichen. Er ist besessen von Vorstellungen.

Ein praktisches Beispiel gefällig? Wir haben es vor der Nase. Die Ibiza-Affäre und nachfolgende Regierungsauflösung und wie es halt weitergeht… Astrologen wundert es nicht, dass sich hier die Machtfrage stellt: der laufende Pluto fällt im Landeshoroskop von Österreich auf einen sehr markanten Punkt, die Himmelsmitte, also „die Regierung“.

Auch im persönlichen Horoskop sind unter Pluto-Einfluss tiefgreifende und oft schmerzhafte Wandlungsprozesse angesagt, die sich über einen längeren Zeitraum hinziehen. Sinn und Zweck des Ganzen: Wir erfahren, wo wir an Erfahrungen unserer Ahnen und unseres Volkskollektivs seelisch negativ gebunden sind. Und diese Bindungen wollen erkannt und aufgelöst werden, damit wir als freie Menschen denken, fühlen und handeln. 

Es geht darum, aus der Ohn-Macht in die Macht zu gehen, und diese zum Wohl aller einzusetzen. Kurzum: wir sollen als Einzelne begreifen, wir sind keine kleinen Würstchen, die nichts bewirken, sondern kraftvolle geistige Schöpferwesen, mehr, als nur eine Maschine mit Gehirn. Aber dazu müssen wir uns der Dunkelheit stellen, und den alten Schmerz ans Licht holen. Wenn wir das nicht verstehen, werden wir uns vielleicht bald nicht mehr unterscheiden von Produkten der Künstlichen Intelligenz - die Vorbereitungen sind dazu im Gange. Schon gibt es Sophia, den ersten Roboter mit Staatsbürgerschaft in Saudi-Arabien.

Nicht schwer zu erraten, dass wir in heraufordernden Zeiten nach Trost und Hilfe suchen, Wein und Schnaps sind da nicht zu empfehlen, denn außer unserem tiefen Glauben ist unser wacher Verstand gefragt. Wichtig ist: immer alles hinterfragen in Zeiten von fakenews und einer überbordenen PR-Landschaft – die Fallen sind verführerisch.  Dr. Christoph Mende zeigt am Tag der Astrologie, „dass sich uns zuhauf auch  „Scheinwahr-heiten“ in New-Age-Angeboten darbieten“. Das aktuelle Jupiter-Neptun-Quadrat macht anfällig für übertriebenen Idealismus, Verblendung, Illusion und Lüge. Aber Neptun, der spirituelle Planet, richtig verstanden, kann inspirieren und Träume wahr werden lassen. Der dritte Langsamläufer, der 2019 ins Zeichen Stier eingetretene Uranus, der Umstürzlerplanet, wird uns aus dem Schlaf des Gewohnten reißen, im Positiven wie Negativen. Mehr dazu erfahren Sie am Tag der Astrologie…

In jenem Jahr 1518, als sich Saturn und Pluto im Steinbock trafen, wurde der erst 21-jährige Philipp Melanchthon an der Universität Wittenberg zum Professor berufen. Auch in Astrologie unterrichtete er -  oft bis zu 400 Studenten, die ihm fasziniert lauschten, obwohl er gelispelt haben soll. Melanchthon hinterließ uns dieses beflügelnde Zitat:  „Wertvoll und wahrhaftig ist die Wissenschaft der Astrologie, eine Krone ist sie des Menschengeschlechts und ihre ganz ehrwürdige Weisheit ein Zeugnis Gottes.“